„Ich hatte alles vorbereitet. Ich wusste, was ich sagen wollte. Und trotzdem bin ich im Gespräch mit meinem Chef eingeknickt.“
Diese Erfahrung teilen einige meiner Klient: innen. Sie gehen mit klaren Argumenten und einem guten Gefühl in eine wichtige Verhandlung, sei es über Gehalt, neue Aufgaben oder Veränderungen im Team. Doch sobald sie im Raum sitzen, kippt etwas. Die Stimme wird unsicherer, die Argumente verschwimmen oder der Blick senkt sich. Und am Ende verlassen sie das Gespräch mit dem Gefühl: „Ich habe es wieder nicht hingekriegt.“
🔍 Was passiert da?
In solchen Momenten übernimmt nicht unser sachlich vorbereiteter Verstand die Kontrolle, sondern unser emotionales Erfahrungsgedächtnis. Vielleicht erinnert uns die Körpersprache unseres Gegenübers an eine dominante Figur aus der Vergangenheit. Vielleicht wird eine alte Angst aktiviert: „Ich darf nicht zu viel fordern.“ Oder: „Ich werde nicht ernst genommen.“
Das ist kein persönliches Versagen, sondern ein unbewusster Schutzmechanismus.
Nur: Dieses Programm passt oft nicht mehr zu unserem heutigen Ich.
🛠️ Was hilft wirklich?
Gute Vorbereitung bleibt wichtig, aber sie muss auf zwei Ebenen stattfinden:
🔴 Sachlich-fachlich: Was will ich sagen? Welche Argumente habe ich?
und
🔴 Emotional-innerlich: Welche alten Muster könnten mir im Weg stehen? Was brauche ich, um stabil und souverän zu bleiben?
👉 Im Coaching arbeiten wir beides heraus und üben Situationen vorab, nicht nur mit Worten, sondern mit Haltung, Stimme, innerer Klarheit.
✅ Fazit: Mut entsteht nicht im Kopf, sondern in der Verbindung zu uns selbst.
Wer lernt, sich in schwierigen Momenten innerlich zu stabilisieren, kann sich klarer zeigen, selbst in heiklen Gesprächen.
Und jedes Mal, wenn du dich traust, ein Stück deiner Wahrheit überzeugend auszusprechen, wächst dein Selbstvertrauen.
Wie bereitest du dich auf wichtige Gespräche vor?

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